Über die Arbeit

Es gibt Momente im Leben, in denen man einfach kurz zur Ruhe kommen möchte.


Einen Moment zum Durchatmen. Einen Moment, um den Blick auf etwas Schönes und Entschleunigendes zu richten.

Mir geht es oft genauso. Mit meiner Kunst möchte ich einen Raum schaffen, in dem man für einen Augenblick versinken kann. Einen Ort, an dem sich mit jedem Blick neue Facetten eines Werkes entdecken lassen – und an dem Ruhe, Frieden und Neugier ihren Platz finden.

Philip Struewer im Atelier

Künstler

Philip Strüwer


Schon als Kind habe ich viel gezeichnet, gerne getüftelt und mich auf unterschiedlichste Weise kreativ ausgelebt. Mit der Zeit verlagerte sich mein kreatives Schaffen immer stärker hin zur abstrakten Kunst und entwickelte sich zu einer echten Leidenschaft. Heute entstehen meine Werke in einem vielschichtigen Prozess, der lange vor dem ersten Farbauftrag beginnt. Jedes neue Werk ist für mich eine Gelegenheit, mich als Künstler weiterzuentwickeln, neue Ausdrucksformen zu entdecken und meine künstlerische Intention noch präziser auf die Leinwand zu bringen.

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Die Arbeit

Was meine Werke ausmacht


Werk – Aspekt 1

Der kreative Prozess

Ich male selten einfach drauf los. Der kreative Prozess, in dem Farbe, Komposition und Stimmung eines Bildes entstehen, nimmt den größten Teil der Zeit ein. Oft trage ich ein Werk über Wochen oder sogar Monate mit mir herum, bevor ich den ersten Farbauftrag setze. Erst wenn die Idee für mich stimmig ist, beginnt die eigentliche Arbeit auf der Leinwand.

Werk – Aspekt 2

Spachtel statt Pinsel

Für meine Arbeiten verwende ich hauptsächlich Spachtel und Rakel. Die bewusste Einschränkung auf diese Werkzeuge fordert mich immer wieder heraus, neue Techniken und Ausdrucksformen zu entwickeln. Gleichzeitig entstehen dadurch markante Strukturen und eine Bildsprache, die meine Werke prägt.

Werk – Aspekt 3

Struktur und Details

Eines meiner wichtigsten Ziele ist es, Werke zu schaffen, die auch nach längerem Betrachten immer wieder Neues entdecken lassen. Durch kräftige Materialschichten und einen mutigen Farbauftrag entstehen Oberflächen, die nicht nur visuell, sondern auch haptisch wirken. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel verändert sich der Eindruck eines Werkes auf subtile Weise.

Werk – Aspekt 3

Der Betrachter als Teil des Werkes

Für mich endet ein Werk nicht mit dem letzten Farbauftrag. Erst im Zusammenspiel mit dem Betrachter entfaltet es seine volle Wirkung. Jeder Mensch bringt eigene Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühle mit und interpretiert ein Bild auf seine ganz persönliche Weise. Genau diese Offenheit macht für mich einen wesentlichen Teil meiner Arbeit aus.

Der Prozess

Wie ein Werk entsteht

01

Inspiration

Inspirationen für meine Werke begegnen mir überall. Manchmal sind es Farben, die mir während eines Spaziergangs ins Auge fallen, manchmal besondere Lichtstimmungen, Strukturen oder Formen. Oft reicht schon ein kleiner Moment, der sich in meinem Kopf festsetzt und sich nach und nach zu einer Bildidee entwickelt.

Atelier – Schritt 1
02

Ausarbeitung und Skizze

Bevor ein Werk auf die Leinwand kommt, arbeite ich die Idee sorgfältig aus. Ich zeichne das Motiv mehrfach, verändere Formen, Komposition und Proportionen, bis die Skizze genau die Stimmung vermittelt, die das spätere Werk ausstrahlen soll. Viele Ideen enden bereits in dieser Phase, weil ich merke, dass sie mich nicht emotional berühren oder nicht die Wirkung entfalten, die ich suche.

Atelier – Schritt 1
03

Malen

Erst dann beginnt der eigentliche Malprozess. Ich bereite Farben und Werkzeuge vor und lege häufig bereits eine farbliche Grundlage an. Das Malen selbst dauert im Vergleich zur Vorbereitung oft nur wenige Stunden. Währenddessen konzentriere ich mich vollständig auf das Werk und verliere jedes Gefühl für Zeit und Umgebung. Trotz der sorgfältigen Planung entstehen in dieser Phase immer wieder neue Details und spontane Entscheidungen. Dadurch bleibt das Malen nicht nur ein handwerklicher, sondern vor allem ein kreativer Prozess, der jedem Werk seinen eigenen Charakter verleiht.

Atelier – Schritt 1
04

Betrachten

Nach dem Malen beginnt für mich eine Zeit des Abstandes. Oft lasse ich ein Werk mehrere Wochen auf mich wirken, bevor ich es signiere oder letzte kleine Anpassungen vornehme. Manchmal notiere ich auf der Rückseite Gedanken oder Gefühle, die mich während des Entstehungsprozesses begleitet haben. Mit diesem Moment beginnt das eigentliche Leben des Werkes. Erst durch den Blick des Betrachters entfaltet es seine volle Wirkung, eröffnet neue Perspektiven und erzählt immer wieder eine andere Geschichte. Ziel ist es, dass dieser Prozess nie endet.

Atelier – Schritt 1

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